Das Rijkmuseum Amsterdam Banksy: Geht Graffiti in die Kunstgeschichte ein?
Dec 08

Der Realismus, die ungeschminkte Wiedergabe des Tatsächlichen, wie es mal ausgedrückt wurde, zeigt sich in der Literatur, natürlich in der Kunstgeschichte, aber ebenso in der Architektur.

Der sozialistische Realismus in der Architektur, oft auch als stalinistischer Zuckerbäckerstil oder sozialistischer Klassizismus bezeichnet, findet den nüchternen, manche meinen auch schmucklosen, Ursprung in der Sowjetunion der 30er-Jahre und wurde in den Staaten des damaligen Ostblocks, die teilweise durch die Schäden des 2. Weltkrieges einen hohen Bedarf im Bereich des Wiederaufbaus zu verzeichnen hatten, entsprechend der dortigen Besonderheiten angewandt. War der Stil in der Sowjetunion noch zunächst starr an die Beispiele der ursprünglichen Bauprojekte gebunden, erfuhr der Stil Mitte der 50er-Jahre eine gewisse und vorsichtige Lockerung.

Der besondere Stil während des Sozialismus hat durchaus einen gewissen Charme, gilt in der Architektur aber als weitgehend überholt. Der sozialistische Realismus, eindrucksvoll in der damaligen Hauptstadt der DDR, Berlin, zu bewundern: die damalige Stalinallee. Offiziell gilt der sozialistische Realismus in der Architektur mit dem Tod Stalins 1955 als beendet, allerdings finden sich Ausnahmen, wie das in der Mitte der 80er-Jahre entstandene Haus des Volkes in Bukarest beweist.

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